Das Hypogäum von Hal-Saflieni

Das Hypogäum von Hal-Saflieni

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Das Hypogäum von Hal-Saflieni ist eine im Neolithikum, zwischen 3800 und 2500 v. Chr. auf Malta genutzte unterirdische Anlage, die wohl für die Bestattung der Toten und als Heiligtum diente. Die Bauweise hat mich wieder an ägyptische und Inkaische Tempelanlagen erinnert. Man hat im Hypogäum eine fantastische Akkustik. Von einem Raum aus ist es möglich, wenn man dort ganz leise durch ein Fenster spricht, dass es im ganzen Hypogäum laut und deutlich zu hören ist. Eine Meisterleistung der Architektur. Das Hypogäum ist ein Unesco Weltkulturerbe und wurde nur durch Zufall entdeckt. Darüber wollte man ein neues Haus bauen und stieß so auf die darunterliegenden Hohlräume, was den Besitzer ziemlich verärgerte. Der Bau war somit gestorben. Trotzdem dauerte es einige Zeit, bis die Behörden davon Wind bekommen haben, da der Bauherr diesen Fund am Anfang vertuschen wollte.

Die Cart Ruts sind eines der Wahrzeichen von Malta und man findet sie auf der ganzen Insel verstreut. Leider schenken die Malteser diesen „Schleifspuren“ kaum Aufmerksamkeit und ausnahmslos alle verwittern einfach vor sich hin oder werden wegen Strassenbaumaßnahmen einfach weggerissen. Es tut einem in der Seele weh, wenn man das sieht.

An einem Tag machten wir uns auf, um eine Tempelanlage zu besichtigen. Da die Wege dorthin etwas abenteuerlich sind, kamen wir zu spät und die Tempelanlage hatte schon geschlossen. Man muss wissen, dass auf Malta diese Tempelanlagen nicht immer alle zur gleichen Zeit geöffnet haben, sondern nur an bestimmten Wochentagen und auch da nur für einige Stunden, um den Massentourismus und die Beschädigung der Anlagen etwas einzudämmen, was ich in Ordnung finde. Wenn man dann zu spät kommt, hat man Pech. Bestechungsversuche mit Barem werden höflich aber bestimmt in englischer Manier abgelehnt smile

Wir waren also etwas frustriert in einem kleinen Kaff mitten auf Malta und sind dann zur nächsten Bushaltestelle gewandert, um wieder zurück zu fahren. Dabei entdeckte ich direkt neben der Strasse etwa 400 Meter von der Tempelanlage entfernt einen Platz mit Cart Ruts, den ich mir genauer ansehen wollte. Was das letzenendes auslösen sollte, dessen war ich mir damals noch nicht bewust. Zwischen diesen Cart Ruts waren Abdrücke, die wie die Fußspuren von Riesen aussahen. Ich kannte natürlich die Legenden von den Riesen in der Bibel. Auch auf Malta soll es sie gegeben haben. So berichten zumindest einheimische Legenden und Mythen davon. Die Verwitterung war schon sehr weit fortgeschritten, jedoch erkannte man die Umrisse noch deutlich. Mein Kollege und ich verbrachten dann den ganzen Vormittag an diesem Platz und die Einheimischen dachten sich bestimmt, dass hier zwei Verrückte rumturnen in der offenen Sonnenhitze. Wir waren damals in der ersten Aprrilwoche auf Malta und die Temperaturen stiegen auf teilweise 30 Grad.

Wieder zuhause recherchierte ich lange nach, ob dieser Platz und diese Cart Ruts schon irgendwo erwähnt wurden, jedoch fand ich nichts darüber. Ich rief dann meinen Freund Reinhard Habeck aus Wien an und erzählte ihm von diesem Fund. Er war ziemlich begeistert und wollte Fotos haben. Er meinte, dass dies veröffentlicht gehört, damit mir diesen Fund niemand mehr wegnehmen kann. Das war für mich zwar nicht so wichtig, denn schließlich ging es um die Sache und wenn man anhand dieser Spuren beweisen könnte, dass es tatsächlich Riesen auf Malta zu dieser Zeit gab und diese auch noch mit den Cart Ruts in Verbindung standen, wäre die Prä-Astronautik schon ein Stück weiter. Ich sah aber die Notwendigkeit einer Veröffentlichung ein, um auch Druck auf die offiziellen Stellen auszuüben und so stimmte ich zu. Tags darauf rief mich dann auch schon Kollege Luc Bürgin aus der Schweiz an und sagte mir, dass er die Sache gerne veröffentlichen wolle. Dem stimmte ich und meine Kollege zu und so erschien dann in der darauffolgenden Ausgabe des Mysteries-Magazins ein Artikel über diese Entdeckung.

Die Resonanz darauf war gering, denn die Malteser machen sich nicht sehr viel aus diesen Cart Ruts. Für sie zählen die Tempel. Es werden sicherlich einige Forscher aus dem Paleo-Seti – Sektor diese Cart Ruts aufgreifen. Da gab es einige Anfragen, aber eine wissenschaftliche Auswertung ist leider nicht geplant. Das Problem ist das Alter, die Gesteinsart und die Verwitterung dieser Spuren. Man kann es anders deuten, aber faszinierend sind diese Spuren allemal. Auch die Schrittlänge ist homogen und größer als die eines Menschen. Noch dazu die Legenden der Riesen von Malta. Vielleicht wird eines Tages eine wissenschaftliche Untersuchung stattfinden. Vielleicht habe ich nur noch nicht die richtigen Leute kontaktiert. Ich weiß es nicht. Man wird sehen, was die Zukunft bringt.

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